Schulanlage Leutschenbach, Zürich / Info
Das innovative und radikale Schulhausprojekt von Christian Kerez zieht sämtliche Nutzungen in einem gewaltigen Volumen zusammen und packt die Sporthallen aufs Dach. Raum für eine weitläufige Parkanlage entsteht, deren Entwurf zur Suche nach dem Wesen und der Geschichte des Orts wird. Während die neuen, im Gebrauch verankerten Elemente spontan oder zufällig entstanden wirken, begründet die Wiederverwendung des Bestehenden die Authentizität der künftigen Anlage.
Die einstige Riedfläche mit kiesigem Untergrund und hohem Grundwasserspiegel war Industriebrache, ein Teil wurde als Schrebergärten genutzt. Mittels der ungleichen Nährstoffgehalte unterschiedlicher Kies- und Humusmischungen haben wir Übergänge im Bodenbewuchs gesteuert, damit sich dereinst die Hartbeläge des Quartiers in weichen Übergängen auf der grünen Parkoberfläche verlieren. Mehrjährige Pflanzen aus den Schrebergärten wurden im Wiesland wieder eingesetzt – auf dass sich die Vergangenheit unerwartet in Gestalt von Topinambur und Schnittsalat zu Wort melde. Auf den eingesäten Kiesbelägen bilden sich spontan Trampelpfade. Silberweiden sind zu malerischen Gruppen komponiert. Die Weiden werden teilweise mit einem Erziehungsschnitt (keine Anspielung auf die Schule...!) in Form gebracht. Für SchülerInnen und AnwohnerInnen steht mobiles Sportgerät bereit. Dank der Transparenz von Vegetation und Ausstattung bleiben Stadt, Quartier und Eisenbahn in diesem entrückten Raum gegenwärtig.
2003 - 2009
Architekt:
Christan Kerez, Architekt, Zürich
Olivier Mosset, Künstler, Arizona, USA
Bauherrschaft:
Amt für Hochbauten, Zürich
Grünstadt Zürich
Die einstige Riedfläche mit kiesigem Untergrund und hohem Grundwasserspiegel war Industriebrache, ein Teil wurde als Schrebergärten genutzt. Mittels der ungleichen Nährstoffgehalte unterschiedlicher Kies- und Humusmischungen haben wir Übergänge im Bodenbewuchs gesteuert, damit sich dereinst die Hartbeläge des Quartiers in weichen Übergängen auf der grünen Parkoberfläche verlieren. Mehrjährige Pflanzen aus den Schrebergärten wurden im Wiesland wieder eingesetzt – auf dass sich die Vergangenheit unerwartet in Gestalt von Topinambur und Schnittsalat zu Wort melde. Auf den eingesäten Kiesbelägen bilden sich spontan Trampelpfade. Silberweiden sind zu malerischen Gruppen komponiert. Die Weiden werden teilweise mit einem Erziehungsschnitt (keine Anspielung auf die Schule...!) in Form gebracht. Für SchülerInnen und AnwohnerInnen steht mobiles Sportgerät bereit. Dank der Transparenz von Vegetation und Ausstattung bleiben Stadt, Quartier und Eisenbahn in diesem entrückten Raum gegenwärtig.
2003 - 2009
Architekt:
Christan Kerez, Architekt, Zürich
Olivier Mosset, Künstler, Arizona, USA
Bauherrschaft:
Amt für Hochbauten, Zürich
Grünstadt Zürich
