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Musée cantonal des Beaux-Arts, Lausanne / Info

Auf dem Areal des ehemaligen Lokdepots entstehen drei Museumsneubauten und eine Feuerwehrstation. Die Neubauten spannen mit dem Bahnhofplatz einen neuen Stadtraum auf.
Über Ablagerungen der Industriegeschichte - Geleise, Drehscheibe, Hangstützmauer mit Werkstätten und Schweissateliers - wird ein edler, unmerklich gefalteter Klinkersteinbelag gebettet. Die erhaltenen Geleiseabschnitte dienen als Entwässerungsrinnen und sind mit Retentionszonen durchsetzt. Wo die Geleise fehlen, übernehmen Baumscheiben mit Platanen das Regenwasser. Ihre räumliche Verteilung gehorcht pragmatisch dem Vorhandenen. In der als Retentionsbecken dienenden Drehscheibenwanne spriessen Schachtelhalme, Binsen, Sumpfpflanzen.
Die Platanen im Museumshof werden auf die Leitäste geschnitten. Sie kommunizieren mit den Platanen des Bahnhofplatzes und stiften in dem mit langen Sitzbändern möblierten Raum mediterrane Atmosphäre. Der Baumschnitt entfaltet im Sommer natürlich-vollen, im Winter künstlich-kärglichen Charakter.
Mit einer Mauer ist der Transformationsraum an der südlichen Raumkante befestigt. Autos fahren über die Brücke der Drehscheibe zum noch benutzten Stellwerk. Geometrische Schonungen mit schnellwüchsigen Weichholzarten über grünem Bodenteppich besetzen Reserveflächen für spätere Museumserweiterungen. Durchwegungen und Unterführungen vernetzen den Museumshof mit den umliegenden Quartieren. Eine Freitreppe erschliesst das Areal vom nordseitigen Parkhaus her.

2011 - 2015

Projektbeteiligte:
Estudio Barozzi Veiga, Barcelona
Pondio Ingenieros, Madrid
FHV Architectes, Lausanne